Man muss schon ein wenig im Archiv zurückblättern, um die letzte Heimniederlage der Herren 2 ausfindig zu machen. Vor ca. 20 Monaten, also im Februar 2024 mussten letztmals zwei Punkte an die Gäste abgetreten werden. Am 1. November 2025 war es nun erneut soweit. Der Gegner am Samstag Nachmittag hieß sowohl S3L4 als auch Spvgg2 – denn im Grunde hat sich das Team von Schubert/Kneier irgendwie selbst geschlagen.
Mit nagelneuen Trikots und einer gewissen Unbekümmertheit entließ das Trainer-Duo die Mannschaft um 16:00 auf die Platte, denn als Aufsteiger hat man grundsätzlich nicht viel zu verlieren. Der Start gelang sehr ordentlich, die bewährte 4:2 Deckung stellte die Gäste immer wieder vor Herausforderungen und so konnte man erst mit 2:0 in Führung gehen und in Minute 19 erstmals auf drei Tore Abstand erhöhen (10:7) – auch dank so mancher (Doppel)Parade von Stefan. Doch sowohl in den Auszeiten als auch zur Halbzeit (14:11) mahnte vor allen Jannik immer wieder an, das Spiel nicht leichtfertig abzugeben und sich dadurch selbst zu schlagen – doch genau das trat schlussendlich ein.
Bereits in Hälfte eins dezimierte sich das Team nach 25 Minuten durch eine glatt rote Karte unnötig selbst. Treffend hierzu wurde bereits 1779 deklariert: „Halb zog er ihn, halb sank er hin“ (für alle Deutsch-LK‘ler: Ja, das war Goethe). Wie auch immer, unser Protokollant fand sich danach auf der Tribüne wieder und musste von dort mit ansehen, wie das Unglück weiter seinen Lauf nahm. Nun ist Handball ja zum Glück ein Team-Sport, und wie meistens lag es nicht an einem oder zwei Spielern, dass es am Ende nur lange Gesichter gab. Aber eine derartige Häufung individueller Patzer auf nahezu allen Positionen war durchaus bemerkenswert. Vor allem in Angriff gingen von Minute zu Minute die Ideen aus: ein Festlaufen im Mittelblock, riskante Anspiele an den Kreis oder Fehlwürfe von links wie rechts waren die Folge. Der bis dahin konstante 3-Tore-Vorsprung wurde nach 45min komplett eingebüßt (17:17). Das Team zeigte aber Moral: Es wurde weiter hart gekämpft und der Gleichstand mit Mann und Maus verteidigt, bis zehn Minuten später die S3L dann doch noch erstmals im gesamten Spiel in Führung ging (20:21, 55. Minute). Zwei Auszeiten, eigener Ballbesitz und ein siebter Feldspieler im letzten Angriff konnten die 21:22 Niederlage leider trotzdem nicht mehr verhindern. Wirklich schade und einfach nur sehr ärgerlich.
Aber weiter geht’s. Es gibt noch genug Spiele, um die verlorenen Punkte wieder einzufahren. Vielleicht bereits am 23.11. in Viernheim.
Es spielten Jonas Kratzer, Stefan Zieher (beide Tor), Jannis Schwöbel (1), Florian Gruteser (7/1), Jens Krauss (1/1), Felix Schwöbel (2), Johannes Krusch, Eric Liewald (2), Peter Nahlenz (1), Leon Schlicksupp (1), Joachim Hildebrand (2), Andreas Dasch (2), Felix Sattler (2), Noah Gruteser