Es ist nicht Ende Dezember sondern Ende März, aber wenn die zweite Herrenmannschaft in diesen Tagen aufläuft, hat es immer mehr etwas von Dinner for One. Als ob Trainer Marc Kneier vor dem Spiel in die Kabine ruft: „Same procedure as last week?“ und das Team geschlossen antwortet „Same procedure as every week!“, wobei eine besondere Betonung auf „every week“ – „in jeder Woche“ – liegt. Und so gleicht zur Zeit ein Spiel dem anderen, nur die Gegner sind andere. Ilvesheim ist sich um seine Lage bewusst, möchte den Abstieg verhindern und wichtige Punkte sammeln, kennt die eigenen Stärken (und Schwächen) und ist in der Lage, jedes Team in der Runde zu besiegen. Und trotzdem bleibt am Ende die 0 stehen.
Wie die Wochen zuvor kommen die Insel-Jungs nur schwer ins Spiel und laufen recht früh einem Rückstand hinterher. Die anfängliche Quote von 7m war wieder einmal durchwachsen, außerdem wurden zwei bis drei völlig freie Würfe liegen gelassen. Zur Halbzeit lag man daraufhin bereits mit fünf Zählern zurück.
Aber wie erwähnt: same procedure as every week! Ilvesheim zeigt erneut starke Moral und den unbedingten Willen, endlich wieder Punkte mitzunehmen. Selbst in doppelter Unterzahl musste nur ein einziger Gegentreffer zugelassen werden! Der Rückstand schmolz daraufhin dahin und kurz vor Ende war sowohl ein Ausgleich als auch ein Sieg möglich. Aber leider klappte es mal wieder nicht. Der entscheidende Wurf fand nicht den Weg ins Tor und die MTG machte im darauf folgenden Angriff den Sieg klar (33:31). Same procedure as every week halt…..
Und trotzdem muss an dieser Stelle gesagt werden, dass es unglaublich viel Spaß macht, mit dieser Truppe auf dem Platz zu stehen! Natürlich tut es weh, wenn man jede Woche mit Nichts in den Händen wieder nach Hause geschickt wird. Aber das Team steht zusammen, kämpft, leidet und feiert gemeinsam; bald auch wieder die so wichtigen Punkte – davon kann man ausgehen. Und auch wenn sich der folgende Satz Woche für Woche wiederholt (same procedure….): es ist noch alles drin! Ein Blick auf die Tabelle verrät: Ilvesheim hat nach wie vor alles in der eigenen Hand. Von daher muss sich jeder nur James als Vorbild nehmen: Well… I’ll do my very best!